Flüchtlingsheime – gefährdete Zufluchtsorte

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist die Pflicht eines jeden freien und verantwortungsvollen Rechtsstaates und beruht auf einer grundsätzlichen humanitären Haltung gegenüber verfolgten Menschen. Während die politische Umsetzung dieser Pflicht von schwierigen Debatten begleitet wird, ist die Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen eine eher praktische Aufgabe. Sie wird von den Verantwortlichen Institutionen auf unterschiedliche Art und Weise umgesetzt. Während bestimmte Bundesländer die Unterbringung in öffentlichen Gebäuden anstrebt, gibt es andere in denen die Anmietung privater Gebäude bevorzugt wird. Insbesondere bei der Privatanmietung stellt sich schnell die Frage nach der nutzungsbedingten Risikoerhöhung und der dann notwendigerweise angepassten Gebäudeversicherung.

Marktsituation Versicherung

Gebäudeeigentümer die mit Bundesländern, Kreisen, Städten oder Gemeinden Miet- oder Pachtverträge eingehen und ihre Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen, stoßen schnell auf die Schwierigkeit diese Gebäude zu versichern. Das deutlich höhere Feuerrisiko möchte der bisherige Versicherer häufig nicht mehr tragen. Politisch motivierte Brandstiftung und der teilweise neue Umgang der Bewohner mit ungewohnter Küchentechnik, sind nur zwei Gefahren vor denen viele Risikoträger zurückweichen.

Dass das Gefahrenpotential nicht von der Hand zu weisen ist, zeigt der Blick in die Statistik für Flüchtlingsunterkünfte: Allein in 2017 kam es zu über 1.200 Brand-Vorfällen/Ereignissen die meistens zu Sachschäden bis zu Totalverlusten geführt haben. Dabei halten sich die Ereignisse die von außen vorsätzlich verursacht wurden und die Ereignisse die von innen fahrlässig oder vorsätzlich eintraten in der Waage.

Von dem Brandrisiko einmal abgesehen, kommt es auch bei den anderen Gefahren in Flüchtlingsunterkünften zu einer unerwarteten Häufung. Das liegt zum einen an der, vielen Flüchtlingen eher unvertrauten, Infrastruktur der Gebäude (Elektroherde, Wasser-Mischbatterien, Doppelverglasung). Wesentlicher ist jedoch die Tendenz, dass eher ältere, baufälligere Gebäude mit Renovierungsstau zum Einsatz kommen. Die dortige Risikolage führt zu höheren Sturm- und Leitungswasserschäden.

Das Ergebnis ist der Rückzug der Versicherer aus diesem problematischen Geschäft.

Was bietet die Hübener Versicherungs AG?

Als spezialisierter Nischenversicherer geht die Hübener Versicherungs AG einen anderen Weg. Die Konzentration auf Risiken, die nicht dem Massengeschäft zuzuordnen sind, erhält einen unvoreingenommenen und freien Blick auf das Risiko. Das Ziel ist es, eine risikoadäquate Lösung zu finden in der dem Gebäudeeigentümer eine Absicherung seines ungewöhnlich genutzten Sachwertes gegeben wird. Im Gegenzug erhält der Versicherer aber auch für seine Bereitschaft, das höhere Risiko zu übernehmen, höheren Prämien.

Was ist versichert?

Der Versicherungsschutz bei der Hübener Versicherungs AG kann individuell gestaltet werden. So kann der Kunde wählen, ob Gebäude, technische Betriebseinrichtung, kaufmännische Betriebseinrichtung, Vorräte und Mietverlust abgesichert werden sollen. Zudem

  • Feuer
  • Leitungswasser (inklusive Sprinklerleckage sofern benötigt)
  • Einbruchdiebstahl
  • Sturm und Hagel
  • Elementar (Überschwemmung, Schneedruck, Lawinen, Erbeben)
  • Haus- & Grundbesitzer-Haftpflicht

Selbstverständlich bietet der Versicherungsschutz auch Deckung für mögliche Kostenrisiken wie

  • Aufräumungs-, Bewegungs-, Sachverständigen- und Schutzkosten, Abbruchkosten
  • Überspannungsschäden durch Blitz
  • Mehrkosten durch behördliche Wiederherstellungsbeschränkungen
  • Dekontaminationskosten
  • Preisdifferenzversicherung
  • Mehrkosten infolge technologischem Fortschritt
  • Unbemannte Flugkörper

Empfehlungen zum Brandschutz

Da die Gefahrensituation für Flüchtlingsunterkünfte so ist, wie sie ist, sollte oberstes Ziel die Vermeidung von Bränden sein. Neben den Möglichkeiten des technischen Brandschutzes mit Brandmeldeanlagen, Brandabschlüssen und Sprinklerung, sollte ein wesentliches Augenmerk auf organisatorischen Brandschutz gelegt werden. Nicht minder wichtig ist in diesem Zusammenhang die Überwindung der Sprachbarrieren der ausländischen Bewohner.

Nur die schnelle Alarmierung und das beherzte schadenmindernde Eingreifen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, verhindert Personenschäden und die Ausbreitung des Sachschadens. Verbesserungen der Risikosituation lassen sich zudem durch regelmäßige Brandschutzübungen und die Plakatierung von Brandschutzhinweisen in den unterschiedlichen Landessprachen der Bewohner erzielen. Siehe hierzu auch „Brandschutzhinweise für Flüchtlingswohnheime„.